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    December 18

    Geschichte von Weihnachten

    Geschichte von Weihnachten
    (von Stephanie Krekel)
    Mitten in einem Wald, irgendwo auf dieser Welt, stand ein kleines Haus.
    Das Haus war aus einfachem Holz gebaut.
    Wenn es draußen dunkel wurde, entzündete sich hinter einem Fenster des Hauses ein Licht.
    Die Tiere des Waldes kamen jeden Abend um sich an dem Licht zu wärmen.
    Die Menschen, die in der Nähe des Waldes wohnten, wussten nicht, wer
    in dem kleinen Haus wohnte. Tagsüber gingen viele Leute an dem Haus vorbei.
    Keiner traute sich, mal nachzugucken, ob jemand zu Hause war. Die Erwachsenen hatten Angst.
    Die Kinder, die zwar sehr neugierig waren, trauten sich auch nicht nachzugucken,
    weil sie Angst vor ihren Eltern hatten.
    Über das kleine Haus gab es viele Geschichten, die sich die Menschen erzählten.
    Meistens waren es Geschichten, die einem Angst machten.
    Nun war wieder der Winter gekommen. Die Tiere freuten sich abends auf das
    freundliche warme Licht im Fenster. Manchmal lag auch etwas zu fressen für sie bereit.
    Für jedes Tier lag dann etwas vor dem Haus.
    An einem Abend, als sich die Tiere schon versammelt hatten, kamen Mike und Susi
    an dem kleinen Haus vorbei. Als sie dort die vielen Tiere sahen, blieben sie stehen.
    Vorsichtig tasteten sie sich weiter vor. Sie sahen das helle Licht im Fenster und wunderten
    sich, dass die Tiere alle davor standen oder lagen. Alle waren friedlich beieinander.
    Susi und Mike wurde es ziemlich kalt. Sie knieten sich hinter einen großen Strauch,
    damit sie die Tiere nicht verscheuchten. Nach einer Weile froren sie so sehr, dass
    sie mit den Zähnen klapperten. Die Tiere hörten das Geräusch und schauten in ihre Richtung.
    Doch kein Tier kam näher.
    Susi und Mike bekamen Angst. Sie wollten weglaufen, aber vor lauter Kälte konnten sie
    sich nicht bewegen. Langsam fing es an zu schneien. Die beiden Kinder schliefen vor lauter
    Erschöpfung ein. Die ganze Nacht schneite es.
    Am nächsten Morgen erwachten Mike und Susi in einem Bett. Sie lagen unter kuscheligen Decken.
    Verwundert sahen sie sich an. Hatten sie etwa alles nur geträumt?
    Susi stand auf und guckte aus dem Fenster. Sie sah den Wald vom Fenster aus,
    da wurde ihr bewusst, dass sie nicht geträumt hatten.
    Mike stand nun auch auf. Sie wussten nicht, ob sie sich nun freuen oder fürchten sollten,
    weil sie nicht wussten, was sie hinter der Tür erwarten würde. Beide nahmen sich an die Hand
    und öffneten die Tür.Vor ihnen lag ein Flur, an dessen Ende eine Treppe nach unten führte,
    die sie entlang gingen. Unten angekommen, stieg ihnen ein toller Duft in die Nase. Es roch nach
    Kakao und frischen Brötchen. Aus einem Zimmer erklang leise Musik. Langsam gingen sie auf das Zimmer zu.
    Mike stieß vorsichtig die Tür auf. Es war die Küche. In der Mitte des Raumes stand ein gedeckter Tisch.
    Die Kinder guckten sich an und setzten sich dann. Sie hatten einen Bärenhunger. Als sie fertig waren,
    überlegten sie, was sie nun machen sollten. In der ganzen Zeit hatten sie keine Menschenseele gesehen.
    Beide wollten so schnell wie möglich wieder nach Hause kommen. Sie zogen ihre Jacken an und liefen nach Hause.
    Dort angekommen erzählten sie das Erlebte ihren Eltern.
    Die Eltern hatten große Angst um ihre Kinder gehabt, deswegen waren sie froh und glücklich, die beiden wieder
    wohlbehalten bei sich zu haben. Zuerst konnten sie nicht glauben, was Susi und Mike erzählten. Doch nach einer
    Weile, waren sie sich einig, dass es wohl ein Weihnachtswunder gewesen sein muss. Schließlich war in ein paar
    Wochen Heiligabend. Die Kinder bedrängten ihre Eltern, dass sie noch mal zu dem kleinen Haus gehen wollten.
    Die Beiden wollten sich bei dem Hausbewohner bedanken.
    Alle machten sich auf den Weg. Es kamen viele Menschen mit, denn die Geschichte mit dem Weihnachtswunder erzählte
    man sich in der ganzen Stadt. Alle waren neugierig geworden. Bei den vielen Menschen, die unterwegs waren, war
    es natürlich auch etwas laut. Da trotzdem alle noch Angst hatten, nahmen sie Stöcke mit. Schließlich wussten
    sie nicht, was sie dort vorfinden würden. Die Menschen redeten durcheinander und jeder war gespannt, was
    ihn am Haus erwarten würde. Da es noch heller Tag war, sahen sie nicht das freundliche Licht im Fenster
    und auch keine Tiere.
    Susi und Mike klopften an die Tür.
    Doch keiner machte ihnen auf, aber die Tür war nur angelehnt. Sie traten ein. Vorsichtig tasteten sie
    sich in die Küche vor, den ihnen bekannten Raum.
    Die Erwachsenen blieben alle draußen, denn sie hatten Angst.
    Aus der Küche hörte man einen leisen summenden Ton. Kaum, dass Susi und Mike an der Tür angekommen waren,
    hörten sie eine Stimme. Zuerst erschraken die Kinder, doch dann siegte ihre Neugierde. Sie gingen durch die Küchentür.
    In mitten der Küche stand eine junge Frau mit einem Pferdeschwanz.
    Die Kinder staunten, sie hatten eher eine alte Oma erwartet. Die junge Frau nahm beide in die Arme.
    Sie sagte Ihnen, dass ihr Name "Jenni" sei und das sie sich freuen würde, dass es beiden so gut gehen würde.
    Die Menschen, die draußen warteten, wurden ganz ungeduldig. Ein paar von Ihnen gingen unaufgefordert ins Haus.
    In der Hand hielten sie Stöcke,um sich zu verteidigen.
    Als sie ebenfalls in der Küche ankamen, waren sie erstaunt und konnten nichts sagen.
    Beschämt ließen sie ihre Waffen sinken, denn vor einer jungen Frau brauchten sie wohl keine Angst zu haben.
    Da die Menschen, die draußen standen, davon nichts mitbekamen, fingen sie an Sprechchöre zu bilden.
    Sie riefen und schrien laut durcheinander. Drohend hoben sie dabei ihre Waffen in die Luft.
    Plötzlich kamen die Kinder mit Jenni und den Erwachsenen nach draußen. Die Sprechchöre verstummten sofort.
    Erstaunt und ungläubig guckten sich alle an. Erschrocken ließen sie ihre Waffen sinken. Manche der
    erwachsenen Menschen, guckten Jenni verwundert an, denn sie kannten sie.
    Viele von ihnen hatten Jenni schon mal in der Stadt gesehen, wie sie wegen ein paar Pfennigen gebettelt hatte.
    Andere hatten sie dabei beobachtet, wie sie für Tiere Essensreste sammelte. Einige hatten gesehen, wie Jenni
    einfach nur anderen Menschen zugelächelt und sie gegrüßt hatte. Doch keiner hatte diese freundliche Geste
    erwidert. Manchmal hatte Jenni sie auch angesprochen und gefragt, wie es ihnen gehen würde.
    Doch niemand hatte ihr eine Antwort gegeben. Sie waren wortlos weiter gegangen. Alle hatten bei ihren
    Erinnerungen das Gleiche gedacht und dafür schämten sie sich nun noch mehr. Sie verstanden nun, dass Jenni
    uneigennützig und mit reinem Herzen gehandelt hatte. Genauso, wie sie Susi und Mike gerettet hatte.
    Die Erwachsenen schworen sich, dass auch sie sich ändern müssten. Ihre Herzen dürften nie wieder so kalt
    gegenüber anderen sein. Für diesen Schwur brauchten sie noch nicht mal Worte, ihre Herzen sprachen von selbst.
    Einen Blick für die Bedürfnisse und Nöte von anderen zu haben und das nicht nur in der Weihnachtszeit,
    sondern an jedem Tag, in jedem Monat des Jahres. Jeden Tag passieren Wunder, kleine wie große - nicht nur
    in der vorweihnachtlichen Zeit.
    Lass Dein Herz sprechen und Du weißt, was ich meine.
    Das ist der wahre Geist von Weihnachten.
    December 16

    Seesterne

    Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen
    einen Spaziergang am Meeresstrand machte.
    Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der
    vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.
    Er rief: "Guten Morgen. Was machst Du da?"
    Der Junge richtete sich auf und antwortete:
    "Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe,
    und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue,
    dann sterben sie."
    "Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann,
    "ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer
    Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst
    unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."
    Der Junge hörte höflich zu, bückte sich,
    nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.
    "Aber für diesen Einen macht es Sinn!"
    November 26

    Weihnachtsstimmungskrieg.....

    Weihnachtsstimmungskrieg
    im deutschen Handel
    10. Oktober
    Schönster Altweibersommer. Noch einmal Menschen in T-Shirts und Sandalen in den Strassencafes und Biergärten.
    Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Innenstadt. Dann plötzlich um
    10 Uhr 47 kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius
    in den Eingangsbereich!"  Von nun an überschlagen sich die Ereignisse.
    Zunächst reagiert Tengelmann-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten
    Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.
    15 Uhr 07: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta
    und Tannengrün in der Wurstauslage.
    16 Uhr 32: Die Filialen von Penny und Ihr Kauf bekommen Kenntnis von der Offensive,
    können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein
    Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 12. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.
    11. Oktober
    7.30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten
    Stellung, während zwei Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder
    zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleissenden Schein
    von 260000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen, immerhin
    haben jetzt auch Spar, Co-op und Tengelmann den Ernst der Lage erkannt.
    9.00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.
    9 Uhr 12: Tengelmann kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.
    12 Uhr: Neue Dienstanweisung bei Co-op: "An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung
    ein frohes Fest gewünscht." Der Spar-Markt kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmassnahmen an.
    12. Oktober
    7 Uhr: Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.
    8 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte
    Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark "Weihnachten bis zum Äußersten!"
    und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD "Weihnachten mit Mireille Matthieu"
    über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.
    13. Oktober
    8 Uhr: Anwohner in der Ladenstrasse versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung,
    die nun auch vom Spar-Markt angedrohte Musik-Offensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.
    9 Uhr 14: Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor Adveniat,
    der gerade vor Karstadt zum grossen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.
    9 Uhr 30: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse,
    sondern um Christbaumkugeln gehandelt.
    14. Oktober
    Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
    10 Uhr 37: Auf dem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu
    Protokoll, sie sei soeben auf dem Co-op-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen
    gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.
    12 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Co-op die Fussgängerzone
    mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- undStreupflicht an. Umsonst.
    14 Uhr 30: Weite Teile der Innenstadt sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel
    des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen. 
    ENDE 
    Frohe Weihnachten!!
     
    November 25

    Die kleine Seele

    die kleine Seele

    Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "Ich weiß, wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer bist du denn?" Die kleine Seele rief: "Ich bin das Licht!" Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. "Du hast recht", bestätigte er, "du bist das Licht!" Da war die kleine Seele überglücklich, denn sie hatte genau das entdeckt, was alle Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. "Hey", sagte die kleine Seele, "das ist ja Klasse!"

    Doch bald genügte es der kleinen Seele nicht mehr, zu wissen, wer sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun sein, wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte, was man eigentlich ist.
    Sie sagte: "Hallo Gott! Nun, da ich weiß, wer ich bin, könnte ich es nicht auch sein?" Und Gott antwortete der kleinen Seele: "Du meinst, dass du sein willst, was du schon längst bist?" "Also", sprach die kleine Seele, "es ist schon ein Unterschied, ob ich nur weiß, wer ich bin, oder ob ich es auch wirklich bin. Ich möchte fühlen, wie es ist, das Licht zu sein!" "Aber du bist doch das Licht", wiederholte Gott, und er lächelte wieder. Doch die kleine Seele jammerte: "Ja, aber ich möchte doch wissen, wie es sich anfühlt, das Licht zu sein!" Gott schmunzelte: "Nun, das hätte ich mir denken können. Du warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nur eine Sache .", und Gottes Gesicht wurde ernst. "Was denn?" fragte die kleine Seele. "Nun. Es gibt nichts anderes als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das, was du bist. Und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden, wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du." "Wie?" fragte die kleine Seele und war ziemlich verwirrt. "Stell es dir so vor", begann Gott, "du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne. Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen Kerzen, die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht die Sonne, wenn du fehlen würdest. Schon mit einer Kerze weniger wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du herausfinden, dass du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben bist?"

    Da sagte die kleine Seele frech: "Du bist doch Gott! Überlege dir halt etwas!" "Du hast recht!" sagte Gott und lächelte wieder. "Und mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen."
    "Was ist den Dunkelheit?" fragte die kleine Seele. Gott antwortete: "Die Dunkelheit ist das, was du nicht bist." "Werde ich Angst davor haben?" rief die kleine Seele. "Nur, wenn du Angst haben willst", antwortete Gott. "Es gibt überhaupt nichts, wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur selbst aus." "Oh!", die kleine Seele nickte verständig und fühlte sich gleich wieder besser.
    Dann erklärte Gott, dass oft erst das Gegenteil von dem erscheinen müsse, was man erfahren wolle. "Das ist ein großes Geschenk", sagte Gott, "denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren, wie etwas wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, oben nicht ohne unten, schnell nicht ohne langsam. Du könntest rechts nicht ohne links erkennen, hier nicht ohne dort und jetzt nicht ohne später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist", schloss Gott ab, "dann balle nicht deine Faust, und erhebe nicht deine Stimme, um die Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit, statt dich über sie zu ärgern. Dann wirst du wirklich wissen, wer du bist, und alle anderen werden es auch wissen. Lass dein Licht scheinen, damit die anderen sehen können, dass du etwas Besonderes bist." "Meinst du wirklich, es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen können, dass ich etwas Besonderes bin?" "Natürlich!" Gott lächelte. "Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: etwas Besonderes zu sein heißt nicht, 'besser' zu sein. Jeder ist etwas Besonderes, jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das vergessen. Erst wenn sie merken, dass es für dich in Ordnung ist, etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, dass es auch für sie in Ordnung ist." "Hey!" rief die kleine Seele und tanzte, hüpfte und lachte voller Freude. "Ich kann also so besonders sein, wie ich will!" "Ja, und du kannst auch sofort damit anfangen", sagte Gott, und tanzte, hüpfte und lachte mit der kleinen Seele. "Wie möchtest du denn besonders gerne sein?" "Was meinst du mit wie?" fragte die kleine Seele. "Das verstehe ich nicht...!" "Nun, das Licht zu sein bedeutet, etwas Besonderes zu sein. Und das kann sehr viel bedeuten. Es ist etwas Besonderes, freundlich zu sein. Es ist etwas Besonderes, sanft zu sein. Es ist etwas Besonderes, schöpferisch zu sein. Es ist etwas Besonderes, geduldig zu sein. Fallen dir noch andere Dinge ein, mit denen man etwas Besonderes sein kann?"

    Die kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie: "Ja, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge, mit denen man etwas Besonderes sein kann! Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es ist etwas Besonderes, rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas Besonderes, miteinander zu teilen!" "Ja", stimmte Gott zu, "und all das kannst du jederzeit auf einmal sein - oder auch nur ein Teil davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein."

    "Ich weis, was ich sein will! Ich weiß, was ich sein will!" rief die kleine Seele ganz aufgeregt Ich möchte der Teil des Besonderen sein, den man .Vergebung' nennt. Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes?" "Oh ja!" versicherte Gott der kleinen Seele. "Dies ist etwas ganz Besonderes!" "In Ordnung!" sagte die kleine Seele. Das ist es, was ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als genau das erfahren." "Gut", sagte Gott, "doch da gibt es noch eine Sache, die du wissen solltest." Die kleine Seele wurde langsam etwas ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben. "Was denn noch?" stöhnte sie.

    "Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest." "Keinen?" Die kleine Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte. "Keinen!" wiederholte Gott. "Alles, was ich erschaffen habe, ist vollkommen. Es gibt in meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele, die weniger vollkommen wäre als du. Schau dich doch mal um."
    Da sah die kleine Seele, dass viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass die kleine Seele eine ganz besondere Unterhaltung mit Gott führte, und jede Seele wollte hören, worüber die beiden sprachen. Als die kleine Seele die unzähligen anderen Seelen betrachtete, musste sie zugeben, dass Gott Recht hatte. Keine von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll, ihr Licht strahlte so hell, dass die kleine Seele kaum hinsehen konnte.
    "Wem willst du nun vergeben?" fragte Gott. "Au weia, das wird aber wenig Spaß machen!" brummte die kleine Seele vor sich hin. "Ich möchte mich selbst als jemand erfahren, der vergibt. Ich hätte so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen fühlt." Und so lernte die kleine Seele, wie es sich anfühlt, traurig zu sein.

    Doch da trat eine freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie sagte: "Sei nicht traurig, kleine Seele, ich will dir helfen." "Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch was kannst du für mich tun?" "Ich kann dir jemand bringen, dem du vergeben kannst!" "Oh wirklich?" "Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst." "Aber warum willst du das für mich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist doch ein vollkommenes Wesen! Deine Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, dass ich dich kaum anschauen kann! Was bringt dich bloß dazu, deine Schwingungen so zu verringern, dass dein Licht dunkel und dicht wird? Du bist so licht, dass du auf den Sternen tanzen und in Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas Böses antun zu können?"
    "Ganz einfach!" sagte die freundliche Seele. "Weil ich dich lieb habe!"
    Diese Antwort überraschte die kleine Seele. "Du brauchst nicht erstaunt zu sein", sagte die freundliche Seele. "Du hast dasselbe auch für mich getan. Weißt du es nicht mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich! Wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind schon alles gewesen. Wir waren schon oben und waren unten, wir waren schon rechts und waren links. Wir waren hier und waren dort, wir waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren Frau, wir waren gut und waren schlecht - beide waren wir schon das Opfer, und beide waren wir der Schurke. So kommen wir immer wieder zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken, was wir wirklich sind. Und deshalb", erklärte die freundliche Seele weiter, "werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du dich als jemand erfahren, der vergibt."

    "Aber was wirst du tun?" fragte die kleine Seele, nun doch etwas beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?" "Oh", sagte die freundliche Seele mit einem Lächeln, "uns wird schon was einfallen!" Dann wurde die freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser Stimme: "Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt." "Mit was denn", wollte die kleine Seele wissen. "Ich muss meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese schreckliche Sache tun zu können. Ich muss so tun, als ob ich jemand wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muss ich dich um einen Gefallen bitten." "Du kannst dir wünschen, was du willst!" rief die kleine Seele, sprang umher und sang: "Hurra, ich werde vergeben können! Ich werde vergeben können!" Da bemerkte die kleine Seele, dass die freundliche Seele sehr still geworden war. "Was ist? Was kann ich für dich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst!" Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen: "Natürlich ist diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke immer daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt!"
    Die kleine Seele wollte doch so gern den Wunsch der freundlichen Seele erfüllen und fragte nochmals: "Sag schon was kann ich für dich tun?" Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment, in dem wir aufeinander treffen und ich dir das Schreckliche antue - in jenem Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen kannst-, also in diesem Moment..." "Ja?" sagte die kleine Seele, ja...?" Die freundliche Seele wurde noch stiller. "...denke daran, wer ich wirklich bin!" "Oh, das werde ich bestimmt!" rief die kleine Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe!" "Gut!" sagte die freundliche Seele. "Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen, dass ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse, wer ich bin, dann kann es passieren, dass auch du vergisst, wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind." Doch die kleine Seele versprach noch einmal: "Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind! Ich werde mich an dich erinnern! Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, dass du mir dieses große Geschenk machst - das Geschenk, dass ich erfahren darf, wer ich wirklich bin."

    Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert, dass sie das Licht war, das so besonders ist, und sie war so aufgeregt, dass sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der "Vergebung" heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu können und der anderen Seele dafür danken zu dürfen, dass sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natürlich besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:

    "Denke stets daran", hatte Gott mit einem Lächeln gesagt, "ich habe dir immer nur Engel geschickt!"

     (Autor unbekannt)

     

     

     

    September 13

    eines meiner Lieblingsbücher aus meiner Kindheit

    Heute habe ich in meinen alten Kinder- und Jugenbüchern gekramt
    und eins meiner damaligen Lieblingsbücher gefunden...ich glaube ich habe 
    es mehr als 6 mal gelesen und wenn ich es so in der Hand halte und daran
    denke, dann ist die Geschichte mir wie damals noch vor Augen..

     

      Krabat ist ein 1971 erschienenes Jugendbuch von Otfried Preußler.
    Es erzählt die Geschichte des gleichnamigen sorbischen Jungen,
    der Lehrling eines Zaubermeisters wird und sich gegen diesen
    behaupten muss. Am Ende siegt die Liebe über die dunklen Mächte.

     

    Der Roman spielt in der Oberlausitz gegen Ende des 17. Jahrhunderts.
    Er handelt von dem 14-jährigen Waisenjungen Krabat, der Lehrling in
    einer Mühle wird. Die Mühle stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit
     als eine »Schwarze Schule« heraus, in der der Müllermeister Krabat
    und elf weitere Burschen in der Kunst der Zauberei unterrichtet.
    Krabat gefällt die Lehrzeit in der Mühle und der Schwarzen Schule.
    Die Macht, die man mittels Magie über andere Menschen ausüben kann,
    fasziniert ihn. Er freundet sich auch mit den Gesellen an. Eine
    besondere Freundschaft entsteht zu Tonda, dem Altgesellen, der ihm
    zum Vorbild wird. In der Silvesternacht stirbt Tonda – angeblich
    durch einen Unfall. Die anderen Gesellen nehmen Tondas Tod mit
    seltsamer Gelassenheit hin. Kurze Zeit später wird sein freier Platz
    in der Schwarzen Schule durch einen neuen Lehrling ersetzt.
    Krabat durchschaut nach und nach das Spiel, zu dessen Teil er
    geworden ist: Der Meister muss am Ende eines jeden Jahres seinen
    besten Schüler im Kampf besiegen und töten und dessen Seele dem
    "Herrn Gevatter", wie der Teufel im Buch stets euphemistisch genannt
    wird, opfern. Andernfalls würde er selbst vom Teufel geholt; der
    Schüler nähme seinen Platz ein.
    Um seinen Freund Tonda und die anderen ermordeten Gesellen zu rächen,
    übt Krabat sich in der Schwarzen Kunst und wird schließlich zum
    besten Schüler. Kraft gibt ihm die Liebe zu einem Mädchen, mit
    dem er sich heimlich trifft, dessen Namen er aber nicht kennt.
    Einer der Gesellen vertraut Krabat schließlich an, dass es noch
    einen Weg gibt, den Meister zu besiegen: Das Mädchen, das ihn liebt,
     muss ihm beim Meister freibitten. Die anschließende Probe entscheidet
    darüber, wer sterben muss: Der Meister oder die Liebenden. Gewinnen
    die Liebenden, sind auch alle anderen Gesellen vom Fluch der Schwarzen
    Mühle befreit. Mit dem Ende des Fluchs verlieren sie jedoch ihre
    magischen Fähigkeiten und sind nur noch gewöhnliche Müllerburschen.
    Der Meister eröffnet Krabat schließlich noch eine weitere Alternative:
    Krabat kann auch ohne Machtprobe die Nachfolge des Meisters antreten,
    jedoch muss dann einer der anderen Gesellen sterben.
    Als das Jahr dem Ende zugeht, entscheidet Krabat sich: Er wählt
    zusammen mit seinem Mädchen den Weg der Liebe. Das Mädchen bittet
    beim Meister um Krabats Freiheit und der Meister stellt sie auf die
    Probe. Krabat und sein Mädchen bestehen die Prüfung. Krabat und die
    anderen Gesellen sind frei. Die Mühle geht in Flammen auf und mit ihr
    verschwinden alle Zauberkräfte. Der Meister stirbt; seine Seele holt
    sich der Teufel.
    Quelle:

     

     

    June 26

    Wissen Sie, wie man LIEBE installiert?

    Verkäufer:

    Wissen Sie, wie man LIEBE installiert?

     

    Kunde:

    Ich denke schon. Ich bin zwar technisch nicht sehr versiert, aber ich glaube,

    ich kann es installieren. Womit muss ich anfangen?

     

    Verkäufer:

    Zuerst müssen Sie Ihr HERZ öffnen. Wissen Sie, wo Ihr HERZ ist?

     

    Kunde:

    Ja, das weiß ich wohl, aber es laufen zur Zeit verschiedene Programme. Kann ich

    trotzdem installieren, während andere Programme noch laufen?

     

    Verkäufer:

    Welche Programme laufen denn noch??

     

    Kunde:

    Da muss ich mal nachsehen...also....bei mir laufen z.Z. noch die

     ALTESCHMERZ.EXE, MINDERWERTIGKEITSGEFUEHLS.EXE,

    MISSGUNST.EXE, und GROLL.COM-

     

    Verkäufer:

    Kein Problem. LIEBE wird automatisch die ALTESCHMERZ.EXE von

    Ihrem laufenden System löschen. Es wird weiterhin gespeichert bleiben aber

    die Programme nicht mehr unterbrechen. LIEBE wird die MINDERWERTIGKEITSGEFUEHL.EXE mit einem Modul, das sich SELBSTBEWUSSTSEINS.EXE nennt, überschreiben Auf jeden Fall müssen sie die MISSGUNST.EXE und die GROLL.COM völlig ausschalten.

    Denn diese Programme verhindern dass LIEBE richtig installiert wird.

    Können Sie diese ausschalten ?

     

    Kunde:

    Ich weiß nicht, wie man sie ausschaltet. Können Sie es mir erklären?

     

    Verkäufer:

    Gerne, gehen Sie in Ihr Startmenü und bitten Sie um VERGEBUNG.EXE.

    Wiederholen Sie es so oft es nötig ist, bis die MISSGUNGST.EXE und

    die GROLL.COM völlig gelöscht sind.

     

    Kunde:

    Ok, damit bin ich jetzt fertig. LIEBE installiert sich jetzt automatisch selber.

    Ist das normal?

     

    Verkäufer:

    Ja, das ist richtig so. Sie werden jetzt eine Botschaft erhalten, die besagt, dass es

     sich jetzt immer wieder reinstallieren wird für Ihr ganzes Leben in Ihrem

    HERZEN. Können Sie die Botschaft sehen?

     

    Kunde:

    Ja, ich sehe es. Es ist vollständig installiert.

     

    Verkäufer:

    Ja, aber bitte vergessen sie nicht, dass sie jetzt nur das Basisprogramm habe.

     Es ist nötig, mit anderen HERZEN verbunden zu sein, um die updates zu erhalten.

     

    Kunde:

    Oops...Ich habe schon eine Fehlermeldung bekommen. Was muss ich jetzt tun?

     

    Verkäufer:

    Was steht in der Fehlermeldung?

     

    Kunde:

    Es besagt "ERROR 412 - DAS PROGRAMM LAEUFT NICHT MIT INNEREN KOMPONENTEN" - was bedeutet das denn?

     

    Verkäufer:

    Machen Sie sich keine Sorgen, Das ist ein übliches Problem und bedeutet,

    dass das Programm LIEBE so eingerichtet ist, dass es durch ein externes

    HERZ läuft, es läuft noch nicht durch Ihr eigenes HERZ. Es ist eines dieser

    komplizierten Programmierungen, um es nicht zu technisch auszudrücken,

    es bedeutet soviel wie:

    Sie müssen erst mal Ihr eigenes System LIEBEN bevor Sie ein anderes LIEBEN.

     

    Kunde:

    Und was muss ich jetzt machen?

     

    Verkäufer:

    Sie können ein Verzeichnis finden, das nennt sich SELBSTANNAHME.

     

    Kunde:

    Ja, das habe ich gefunden.

     

    Verkäufer:

    Wunderbar, sie kommen gut voran.

     

    Kunde:

    Dankeschön

     

    Verkäufer:

    Gern geschehen, Klicken Sie auf die folgenden Dateien VERZEIHEN.DOC, SELBSTBEWUSSTSEIN.TXT und GUETE.DOC und kopieren Sie sie in das

    Verzeichnis *MEIN HERZ*. Das System wird alle störenden Dateien

    überschreiben und damit beginnen, alle falschen Programmierungen auszubessern.

     

    Kunde:

    Die LAECHELN.MGP spielt schon auf meinem Monitor und zeigt, dass WARMHERZIGKEIT.COM, FRIEDEN.EXE und ZUFRIEDENHEIT.COM

     sich selbst überall in meinem HERZEN einschreiben.

     

    Verkäufer:

    Dann ist LIEBE installiert und läuft. Sie sollten jetzt in der Lage sein, es zu bedienen. Nur eine Sache noch....

     

    Kunde:

    Ja, bitte?

     

    Verkäufer:

    LIEBE ist Freeware. Geben Sie es an jeden, den Sie treffen weiter. So wird es immer weitergegeben und wird so auch zu Ihnen zurückkommen.

     

    Kunde:

    Das werde ich tun ! Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    männliche Logik? ;-))))

    Ich weiß nicht wer es geschrieben hat.....ich hab es mal irgendwo im netz gefunden ...ist aber irgendwie typisch männlich*grins*

    Die Buße
    Zur Beichte ging mit frommen Blick,
    der junge Bauer Dominik.
    Jedoch der Pater Quadrian
    im Beichtstuhl war ein strenger Mann.
    Und wer zu ihm zur Beichte kam
    und den er ins Examen nahm,
    dem stellte er gar viele Fragen,
    wenn er nicht wollte alles sagen.
    Und selbst wenn er nichts hatt' verbrochen,
    er wurde nicht gleich losgesprochen.
    Zu Dominik sprach er:"Mein Kind,
    ich weiß, daß alle sündhaft sind.
    Doch du, du hast es arg getrieben,
    weil dich fast alle Mädchen lieben.
    D'rum sag' mir deine Sünden an -
    du unglücksel'ger, junger Mann."

    Da sprach der Bauernbursch verschämt:
    "Wenn ihr mir's nur nicht übelnehmt,
    dann will ich euch ja nichts verhehlen,
    von Eurer Köchin was erzählen.
    Ich ging einst abends spät zu ihr
    und klopfte an die Küchentür,
    da kam sie freudevoll heraus,
    wir gingen in das Gartenhaus
    und saßen dort auf jener Bank, die ihr gemacht,
    wohl eine ganze lange Nacht.

    Ihr wißt schon, unter'm Apfelbaum,
    wir saßen dort als wie im Traum.
    Und endlich kam die Trennungsstunde
    und auch ein Kuß von ihrem Munde.
    Denn wie es ja gewöhnlich ist,
    beim Abschied wird doch stets geküßt,
    doch Eure Köchin, die war dumm,
    die fiel beim Küssen langsam um.
    Dann aber hielt sie mich noch lange,
    herrje, mir wurde schon ganz bange,
    ich wußte gar nicht, was sie wollte
    und was ich mit ihr machen sollte."

    "Wie", rief der Pater voller Beben,
    "die Köchin hat sich dir ergeben
    und du hast dort in jener Nacht
    dein Bubenstück an ihr vollbracht?
    So höre nun was ich dir sage:
    Du darfst mir jetzt durch 100 Tage
    kein Fleisch und auch kein Bier genießen
    und nicht ein einzig Mädchen küssen.

    Ist dann vorüber diese Zeit
    und hast du alles tief bereut,
    durch strenges Fasten und durch Beten,
    dann sollst du wieder vor mich treten."
    Der Bauernsohn ging traurig fort
    und dachte oft an dieses Wort:
    "Du darfst kein Fleisch, kein Bier genießen
    und nicht ein einzig Mädchen küssen."

    Und qualvoll strich die Zeit dahin.
    So stand er meist mit trüben Sinn
    ganz einsam an dem Klostergarten
    und wollte auf den Nachbarn warten.
    Da kam zu ihm die Priorin
    und sprach mit liebevollem Sinn:
    "Dominik, ihr seid ein lustiger Geselle,
    kommt, geht mit mir in meine Zelle.
    Kommt, ich verriegele die Tür
    und ihr bleibt heute Nacht bei mir."

    "Ich darf kein Fleisch, kein Bier genießen
    und nicht ein einzig Mädchen küssen."
    Da sprach das Nönnlein: " Kommt nur rein,
    ich hab' kein Bier, ich geb' euch Wein,
    und wenn ihr dürft kein Mädchen küssen -
    nun ja, ihr müßt doch selber wissen,
    ich bin kein Mädchen nicht mein Bester,
    ich bin doch eine heil'ge Schwester."

    Und das begriff der Bursche schon,
    denn unser junger Bauernsohn
    der war doch auch von Fleisch und Bein,
    er dachte sich - ein Gläschen Wein
    und eine hübsche Nonne küssen,
    das könntest du doch auch genießen. -
    Kurzum, er machte was sie wollte,
    und sie, sie machte, was sie sollte.

    Sie schlichen sich zur Zelle beide
    und leerten da den Kelch der Freude
    bis auf den letzten Tropfen aus,
    des morgens ließ sie ihn heraus.
    Nun dachte Dominik mit Zagen,
    was wird der gute Pater sagen.

    Die 100 Tage war'n vorbei
    und Dominik ging wortgetreu
    zum zweitenmal mit frommen Sinn
    zur Beichte zum Herrn Pater hin.
    Und als der Pater ihn gefragt:
    "Hast du gelebt, wie ich gesagt?"
    Sprach Dominik: "Ihr müßt verzeih'n,
    ich trank kein Bier, ich trank nur Wein,
    und hab' mit wahrer Götterwonne,
    bei einer jungen Klosternonne
    fast eine ganze lange Nacht,
    in Lust und Liebe zugebracht!"

    Der Pater fiel beinah' vom Stuhl:
    "Du bist verdammt zum Höllenpfuhl,
    wie kannst du so die Kirche lästern,
    die Nonnen sind doch Christi Schwestern,
    die Nonnen sind Gottes Töchterlein,
    du mußt ein Kind des Teufels sein."

    Da rief der Bauernbursch voll Lust:
    "Ach, hätt' ich das doch gleich gewußt,
    wenn die Nonnen Christi Schwestern sind,
    dann bin ich ja ein gutes Kind,
    was hung're ich mich da so mager -
    da ist ja Christus gar mein Schwager,
    und sind sie Gottes Töchterlein,
    dann wird mir Gott schon selbst verzeih'n -
    dann brauch' ich euch nicht mehr Herr Pater -
    dann ist ja Gott mein Schwiegervater!"
     

    June 22

    Wie verrückt muß man sein oder Blind-Date_Urlaub

    Es gibt auch Menschen im Internet, die wirkliche Freunde sind und bleiben….

    Aber mal alles von Anfang an …

    Vor ca. 3 Jähren lernte ich einen sehr netten Mann im Chat kennen, wir alberten oft einfach nur so rum. Ein Jahr später wollten alle aus dem Chat ein Usertreffen veranstalten….also nahm man sich in den Messenger auf. Durch den etwas engeren Kontakt, merkten wir, dass wir ähnliche Interessen hatten …nämlich die Fotografie…er mehr Aktbilder …ich meine Tiere Landschaften und Sonnenuntergänge…so hatten wir uns viel zu erzählen zu zeigen und er hat mir viel beigebracht. Da ich leider nicht zu dem Usertreffen kommen konnte…aus Krankheitsgründen… blieb es bei dem Messikontakt.

    Dann wurde es Sommer….letztes Jahr…ein Sommer, der keiner war…in Norddeutschland regnete es fast ununterbrochen. Mein Mann und ich hatten geplant mit unserer Tochter an die Nordsee campen…was bei solchen Wetteraussichten nicht gerade das optimale werden würde…aber wie heißt es hier…es gibt kein schlechtes Wetter ..nur unzweckmäßige Kleidung.

    Eine Woche bevor mein Urlaub anfangen sollte, begannen wir das Zimmer unserer Tochter zu renovieren, denn wir hatten beschlossen einfach nur zwei Wochen wegzufahren und dadurch noch eine Woche vorher frei zu haben, um alles im Haus zu regeln. Durch unsere Aktion hatte ich kaum Zeit am PC zu sitzen, also beschloss ich meinen Messikontakt einfach mal anzurufen…..Eine weile redeten wir über alles und nichts…dann kamen wir auf das Thema Urlaub---- ich erzählte ihm davon, dass wir beschlossen hatten uns dem schlechten Wetter zu stellen…und er erzählte mir, dass er nach Frankreich fahren würde…dort scheint die Sonne…der Atlantik wäre vor der Tür, einfach traumhaft eben. Einwenig Neid stieg in mir hoch, aber ich verteidigte standhaft unseren Nordseeurlaub…plötzlich sagte mein Freund, wollt ihr nicht mitfahren? Platz wäre genug, allerdings müsstet ihr nächsten Samstag oder Sonntag schon los. Ich lachte und sagte:“ klar machen wir das…“ Ich nahm ihn darin gar nicht ernst. Abends dann klingelt das Telefon, mein Freund war dran und redete mit meinem Mann…erstaunt hörte ich dem Teil zu, den mein Mann von sich gab…er sagte so was wie…“warum nicht….wenn alles gut läuft sind wir Sonntag da…“ Ich fiel fast vom Stuhl, denn es war schon Mittwoch, ich hatte nichts rein gar nichts fertig und was machen wir mit den Hunden?….sie müssten 1600km mit im Auto fahren, das wollte ich ihnen nicht zumuten. Nachdem die Männer fertig telefoniert hatten, erfuhr ich, dass wir fahren…und in mir stieg die Panik hoch…schaffe ich das alles?...Mir fiel der Kinderausweis ein…klar..abgelaufen…wie sollte es auch anders sein…Sofort fing ich an Wäsche zu waschen…..zu telefonieren ..wie wo können die Hunde bleiben ..jemanden zu finden, der nun doch eher den Kater, die Kaninchen und Meerschweinchen versorgt, als geplant. Nächsten Tag zur Arbeit, dann schnell ins Rathaus, Ausweis verlängern…zu hause alles auf Trab bringen. Am Samstag schnell die Hunde wegbringen, das Auto startklar machen…und tatsächlich kamen wir am Sonntag los.

    Nach ca. einer Stunde Fahrt, sagte ich zu meinem Mann „weißt du eigentlich, was wir hier machen? Wir kennen diese Leute gar nicht…weder du noch ich haben Bernd und seine Frau je gesehen…und nun fahren wir 1600km um mit ihnen Urlaub zu machen.“ Mein Mann grinste nur und sagte,“ Schauen wir einfach mal, wie es wird…“

    Sonntagabend um ca. 20:30 stand Bernd in Frankreich weit unten an der Atlantikküste mit seinem Auto an der Landstraße um uns den Rest des Weges zu begleiten…..dort sahen wir uns das erste Mal…es war unglaublich, wie vertraut man sich schon war…..Eine Viertelstunde später, kamen wir an dem Haus an und lernten Bernd seine Frau kennen , es war für alle eine Freundschaft auf den ersten Blick…..und ein traumhaft schöner Urlaub von dem alle heute noch schwärmen…

    May 29

    Das schönste Herz

    Eine meiner Lieblingsgeschichten....der Autor ist mir unbekannt...aber es ist sehr viel Wahrheit darin

    Das schönste herz

    Eines Tages stellte sich ein junger Mann in die Mitte des Ortes und verkündete,
    er habe das schönste Herz im ganzen Tal. Eine große Menge versammelte sich um ihn,
    und alle bewunderten sein Herz, denn es sah vollkommen aus. Nicht eine Schramme
    war daran, und nicht die kleinste Delle. Ja, alle stimmten zu, dass dies
    wirklich das schönste Herz sei, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann
    war sehr stolz und prahlte noch lauter mit seinem schönen Herzen.

    Plötzlich trat ein alter Mann aus der Menge heraus und sagte: "Ach was,
    dein Herz ist lange nicht so schön wie meines." Die Menge und der junge Mann
    blickten auf das Herz des Alten. Es schlug stark, doch es war voller Narben.
    Stücke waren herausgebrochen und andere eingesetzt, aber sie passten nicht genau,
    und so gab es einige rauhe Kanten. Tatsächlich waren da sogar mehrere tiefe Löcher,
    wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten darauf – wie kann er sagen, dachten sie,
    sein Herz sei schöner?

    Der junge Mann schaute auf das Herz des Alten, sah seinen Zustand und lachte.
    "Du machst wohl Witze",sagte er. "Vergleich dein Herz mit meinem: meines ist
    vollkommen und deines ist voller Narben und Löcher!" "Ja", sagte der alte Mann,
    "dein Herz sieht vollkommen aus, aber ich würde doch niemals mit dir tauschen.
    Weißt du, jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe.
    Ich nahm ein Stück von meinem Herzen und gab es ihm, und oft gab er mir dafür ein
    Stück von seinem eigenen Herzen, das den leeren Platz in meinem ausfüllte. Aber weil
    die Stücke nicht genau gleich sind, habe ich ein paar Unebenheiten – die ich in Ehren
    halte, weil sie mich an die Liebe erinnern, die wir geteilt haben."

    "Manchmal", fuhr er fort, "habe ich ein Stück meines Herzens weggegeben, und der
    andere Mensch gab mir kein Stück von seinem zurück. Das sind die Lücken – Liebe zu
    geben ist immer ein Risiko. Diese Lücken schmerzen, doch sie bleiben offen und erinnern
    mich an die Liebe, die ich auch für diese Menschen habe, und ich hoffe, dass sie mir
    eines Tages etwas zurückgeben und den leeren Platz fülllen, der darauf wartet. Siehst
    du jetzt", fragte der Alte, "worin die Schönheit meines Herzens besteht?"

    Der junge Mann stand schweigend, und Tränen liefen über seine Wangen.
    Er ging zu dem alten Mann, dann griff er nach seinem perfekt schönen jungen Herzen
    und riss ein Teil heraus. Mit zitternden Händen bot er es dem Alten an.
    Der alte Mann nahm es an und setzte es in sein Herz, dann nahm er ein Stück
    seines alten narbigen Herzens und setzte es in die Wunde im Herzen des jungen Mannes.
    Es passte, aber nicht ganz genau, so blieben einige rauhe Kanten. Der junge Mann schaute
    auf sein Herz, das nicht mehr vollkommen war, aber doch schöner als je zuvor,
    weil Liebe aus dem Herzen des alten Mannes hineingeflossen war.